Welche Schule besucht mein Kind?
- Wie alle Eltern machen Sie sich unzählige Gedanken über die Zukunft Ihres Kindes, um eine möglichst gute Entscheidung zu treffen.
- Die hohen Anforderungen der Arbeitswelt zielen heute auf ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Leistungsorientierung, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
- Damit dieses gelingt, müssen Ihre Kinder sehr gut vorbereitet sein.
Jeder Einzelne wird daneben immer stärker gefordert, sich leicht und vorurteilsfrei in einer interkulturellen Gesellschaft zurechtzufinden. Somit wird es für uns immer wichtiger, mehrere Sprachen zu sprechen und auch schriftlich zu beherrschen.
Je früher der richtige Einstieg in eine Fremdsprache vollzogen wird, desto leichter fällt es den Kindern. Dies belegen auch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Durch die Fremdsprachen, durch eigene Erfahrung und das tolerante Erleben anderer Kulturen und Mentalitäten wird das Kind offener, vorurteilsfreier und lernt gleichzeitig andere in ihrer Differenziertheit zu akzeptieren.
Es wird somit dem Kind die Möglichkeit gegeben, später einen länderübergreifenden Wissensaustausch zu nutzen und überall Wurzeln schlagen zu können. Damit wir dem Ziel des geeinten Europas näher rücken, sollten wir bei der Erziehung und Bildung der Kinder beginnen, um den Weg in eine interkulturelle Gesellschaft zu ebnen.
Warum eine deutsche Schule?
Auf Mallorca leben Menschen aus aller Welt, darunter zahlreiche Familien aus dem deutschsprachigen Raum. Diese Familien wünschen sich eine Schule, die ihren Kindern
- eine Schulausbildung entsprechend der ihrer Heimatländern ermöglicht,
- muttersprachlichen Unterricht auf hohem Niveau bietet,
- ein wirklichkeitsgetreues Deutschlandbild vermittelt,
- die Integration durch behutsames Erlernen und Erleben der Fremdsprachen gewährleistet,
- einen reibungslosen Wechsel auf Schulen in Deutschland, der Schweiz, Österreich oder andere Auslandsschulen sicherstellt,
- die spätere eventuelle Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland zur Berufsausbildung oder zum Studium gestattet,
- nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Fähigkeit, dieses im täglichen Leben vernünftig und mit Rücksicht auf Umwelt und Mitmenschen einzusetzen
und die darüber hinaus der Kinder fördert und pflegt – als Individuum, als Teil eines Teams und als verantwortungsbewusstes Mitglied unserer Gesellschaft.
Unter dem Prozess der Integration verstehen wir, in einer Gesellschaft selbständig und selbstbestimmt zu handeln. Dieser Prozess wird größtenteils durch Sprache vermittelt und ermöglicht. Aus diesem Grund erteilen wir viele Spanischstunden und Fachunterricht auf Spanisch, damit die Kinder zur gesellschaftlichen Handlungsfähigkeit (Integration) befähigt werden. Dieses schließt aber wiederum nicht aus, dass für die Identitätsentwicklung auch die Muttersprache von Bedeutung ist. Integration als Fähigkeit zu selbstbestimmtem Handeln in unserer Gesellschaft impliziert das Recht auf Selbstverwirklichung.
Für den Schüler sind seine Muttersprache, seine nationale Zugehörigkeit und sein soziokulturelles Umfeld dabei wesentliche Faktoren, denn erst das Vertrauen in die eigene kulturelle Identität ermöglicht dem Kind sich zu toleranten Europäern zu entwickeln. Die Schule hat dies zu akzeptieren und zu berücksichtigen. Das behutsame Erlernen der Fremdsprachen erleichtert die Integration und bereitet die Kinder auf das Leben in einer multikulturellen Gesellschaft vor. Auf dem spanischen Festland existieren bereits sieben anerkannte Auslandsschulen. Auf Mallorca gibt es bisher keine solche Ausbildungsmöglichkeit. Deshalb wurde die Deutsche Schule gegründet. Es ist das Ziel, auf schnellstem Wege die offizielle Anerkennung als deutschsprachige Begegnungsschule zu erreichen, die auch spanische Kinder mit angemessenen Deutschkenntnissen aufnehmen kann und deutsche Sprachkenntnisse vermittelt.
Es soll keine Ghetto-Bildung entstehen, sondern eine Integration mit der Perspektive, durch den muttersprachlichen Deutschunterricht den Kindern eine spätere Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland zur Berufsausbildung oder zum Studium zu sichern. Daher richtet sich der Unterricht auf Deutsch nach der Stundentafel, die von der Kultusministerkonferenz vorgegeben wird. Geförderte Auslandsschulen werden durch die ständige Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) beaufsichtigt und vom Bundesverwaltungsamt personell und finanziell gefördert. Trotz der angestrebten Unterstützung werden die Mittel bei weitem nicht ausreichen, so dass der Schulhaushalt ganz wesentlich über Schulgeld finanziert werden muss. Die Schule ist dankbar für Sach- und Geldspenden, die z.B. zur Verbesserung der Lehrmittel-ausstattung verwendet werden könnten. Zuwendungen können, unter Angabe des Verwendungs-zweckes, zu Gunsten der Deutschen Schule Eurocampus getätigt werden.